Handan Jazbinsek
Heilpraktikerin für psychotherapie

Zwangserkrankungen und ihre Begleiterkrankungen

Zu den Zwangserkrankungen gehören sich immer wieder aufdrängende Gedanken und Impulse sowie Handlungen, die ausgeführt werden müssen. Von allen drei Ausprägungen wissen die Betroffenen, dass sie unsinnig sind. Das ist einerseits beruhigend, da es heißt, dass sie nicht "verrückt" sind - gleichzeitig belastet gerade das Wissen um die Unsinnigkeit und das Unvermögen der Steuerung ungemein. Depressive Begleiterkrankungen sind die Regel.

Wer unter einer Zwangserkrankung leidet, ist oft sehr alleine mit seinem Leiden, da diese Erkrankung von großer Scham begleitet ist. Nicht selten belasten die Bemühungen, die Erkrankung vor der Umwelt und sogar vor Familienangehörigen zu verheimlichen, fast nochmal genau so stark, wie der unbezwingbare Drang, unsinnige Gedanken zu denken, schockierende Impulse zu verspüren oder absurde Handlungen durchzuführen. 



Therapie

In der Therapie geht es deswegen im ersten Schritt darum, die Scham und die Selbstvorwürfe aufzulösen und die Erkrankung als solche anzunehmen. Sobald das geschehen ist, macht die therapeutische Arbeit mit den einzelnen Erscheinungen des Krankheitsbilds Sinn. Die neuro-linguistischen Methoden eignen sich sehr gut für die Entwicklung neuer verhaltensmuster.

Wie in jeder Therapie spielen Krankheitsgewinn und neues Selbstbild ohne die Erkrankung eine wichtige Rolle, um den Heilungserfolg dauerhaft abzusichern.

Deswegen ist für die Behandlung von Zwangserkrankungen eine Langzeittherapie vorgesehen, die ggf. ärztlich begleitet wird, wenn und so lange Medikation und / oder Krankschreibung notwendig sind.